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Kreislaufwirtschaft
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Kreislaufwirtschaft – einfach erklärt

Remo Bräuchi
Jeans und andere Kleider liegen auf einem Tisch in einem Secondhand-Laden.

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2 Minuten Lesezeit

Kreislaufwirtschaft

Tipps

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – ein ewiger Kreislauf. Was die Natur zuverlässig ganz von allein schafft, ist das Zukunftsmodell für unsere Gesellschaft: denken, planen und handeln in Kreisläufen, für mehr Nachhaltigkeit in unserem Leben.

Es ist bekannt und wird doch immer wieder gern verdrängt: Würden alle Menschen so leben wie wir in der Schweiz, wären drei Erden nötig. Statistisch gesehen verbraucht hierzulande jede Person fast 16 Tonnen Rohstoffe pro Jahr. Die Schweiz lebt, als ob es kein Morgen gäbe. Höchste Zeit für ein Umdenken. Und dabei wird die oft zitierte Kreislaufwirtschaft die Hauptrolle spielen. 

Das Umdenken beginnt schon beim Design

Im Gegensatz zum linearen Wirtschaftsmodell – produzieren, verkaufen, konsumieren, wegwerfen – ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft, Dinge und Materialien so lange wie möglich im Umlauf zu halten. Das sogenannte Ökodesign oder Ecodesign spielt dabei eine zentrale Rolle. Soll ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg möglichst wenig Ressourcen verbrauchen, braucht es schon ganz am Anfang ein Umdenken. Deshalb fliessen umweltrelevante Überlegungen beim Ökodesign schon von Beginn weg in die Planung, die Entwicklung und die Gestaltung von Produkten ein. 

Eine Grafik zur Kreislaufwirtschaft.

Die Kreislaufwirtschaft setzt auf verschiedene Pfade einer zirkulären Wirtschaft. Bild: Pusch

Mehr als Recycling

Um Dinge und Bestandteile so lange wie möglich zu nutzen, gehört es auch dazu, sie zu reparieren, wieder aufzubereiten oder wieder zu verwenden. Kreislaufwirtschaft ist deshalb viel mehr als einfach nur Recycling, denn auch der Recyclingprozess selber kommt nicht ohne Energie, Wasser und Chemikalien aus. Und so ist Recycling erst angesagt, wenn nichts Anderes mehr geht, also wenn ein Produkt oder seine Bestandteile wirklich keinen Nutzen mehr haben. 

Nachfrage nach kreislauffähigen Produkten

Unzählige innovative Start-ups machen bereits vor, wie das geht. Und wir alle können mitmachen: Indem auch wir schon beim Kauf von Dingen in Kreisläufen denken – und uns schon am Anfang nach Reparatur- und Wiederaufbereitungsmöglichkeiten erkundigen. Denn Nachfrage befeuert die Entwicklung.

Wir können Velos, Handys, Bücher, Sportgeräte oder Werkzeug aber auch secondhand erwerben oder mieten, teilen, reparieren oder ausleihen, bevor wir sie neu kaufen. Auch das ist Kreislaufwirtschaft.

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