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Abfall und Konsum
Tipps

Goldgrube in der Schublade

Remo Bräuchi
Drei alte Handys liegen auf einem Holztisch.

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2 Minuten Lesezeit

Abfall und Konsum

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Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind zu ständigen – und selbstverständlichen – Begleitern geworden. Doch in ihnen steckt nicht nur ein technologisches Wunderwerk, sondern auch ein Schatz an wertvollem, rezyklierbarem Material. Unter anderem pures Gold.

Ohne Handy fühlen wir uns schnell hilflos. Kaufen wir uns ein neues – und das tun wir im Schnitt etwa alle zwei Jahre –, legen wir das alte Modell meist in eine Schublade. Als Reserve, für alle Fälle, man weiss ja nie. Meist liegt es zwei Jahre später immer noch da, und das nun neue alte Gerät legen wir dann einfach zum Vorgänger. Vielleicht braucht ja ein Familien­mitglied kurzfristig einen Ersatz? Schätzungen gehen von bis zu acht Millionen ungenutzten Mobiltelefonen in Schweizer Haushalten aus. Hand aufs Herz: Wie viele alte Smartphones verstauben bei Ihnen daheim?

«Schrott» in Millionenhöhe

Dabei sind alte Handys eine wahre Goldgrube. Denn hinter der Hülle aus Glas und Kunststoff stecken zahlreiche wertvolle Metalle – zum Beispiel pures Gold. Aber auch Silber, Kupfer, Platin und Silizium prägen das Innenleben des genialen Multifunktionsgeräts. Der Abbau und die Verarbeitung dieser Rohstoffe sind nicht nur aufwendig und ressourcenintensiv; hinzukommt, dass die Arbeits­bedingungen vor Ort meist alles andere als fair sind. Umso wertvoller sind deshalb die Rohstoffe, die bereits in unseren Handys stecken – der Elektro-«Schrott» notabene, dessen Wert in der Schweiz auf über 60 Millionen Franken geschätzt wird. Höchste Zeit also, die Schubladen zu leeren und die alten Mobiltelefone ins Recycling zu geben. Handys werden überall dort kostenlos zurückgenommen, wo neue verkauft werden. So fliessen die wertvollen Rohstoffe zurück in den Kreislauf – damit sie wiederverwendet werden können.

Wie sieht es in Ihrer Gemeinde aus?

Können in Ihrer Gemeinde alte Handys entsorgt werden? Verlinken Sie auf der Gemeinde-Website auf die entsprechenden Stellen.

Nimmt Ihr Werkhof Elektroschrott entgegen? Verlinken Sie auf die Öffnungszeiten.

Sie möchten der Bevölkerung mit Umwelttipps zeigen, was sie für die Umwelt im Alltag tun kann? Die Umwelttipps von Pusch gibt es im Abo: www.pusch.ch/umwelttipps

Übrigens: Am nachhaltigsten ist das Handy, das möglichst lange nicht ersetzt wird. Wer Dinge länger nutzt, schont damit automatisch die Umwelt.

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